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Prozesse verstehen. Potenziale erkennen.

Als externer Dienstleister für Prozesstechnik erfassen wir Ihre Anlagen und Abläufe digital, strukturieren sie in Prozessmodelle und machen Engpässe, Verluste und Datenlücken sichtbar.

Leistungsbeschreibung

Prozessanalyse: vom realen Ablauf zum belastbaren Prozessmodell

Die Prozessanalyse ist der Startpunkt jeder wirksamen Verbesserung in der Prozesstechnik. Wir nehmen Verfahrensschritte, Apparate, Medien, Steuerungslogik und Datenflüsse strukturiert auf, prüfen die Qualität der vorhandenen Mess- und Betriebsdaten und übersetzen den Ist-Zustand in ein digitales Prozessmodell mit Kennzahlen. Auf dieser Grundlage lassen sich Engpässe, Qualitätsstreuungen, Energie- und Medienverluste sowie Instandhaltungsrisiken sachlich bewerten – statt auf Erfahrungswerten und Annahmen zu beruhen.

Wir arbeiten anlagen- und herstellerunabhängig: von der Verfahrensdokumentation über R&I-Fließbilder und Steuerungsprogramme bis zu Historiendaten aus Leitsystem, MES oder ERP. Wo Daten fehlen, planen wir gezielte Messkampagnen mit temporärer Messtechnik – Durchfluss, Druck, Temperatur, Leistung, Konzentration – und werten diese statistisch aus.

Ergebnis ist keine Präsentation ohne Konsequenz, sondern eine priorisierte Maßnahmenliste mit Aufwand, erwarteter Wirkung und technischer Umsetzbarkeit. Jede Maßnahme ist einem Kennzahlenziel zugeordnet – Durchsatz, Ausschussquote, spezifischer Energieverbrauch, Verfügbarkeit oder Chargenkonstanz.

Technische CAD-Darstellung einer Prozessanlage mit Messstellen und überlagertem Fließbild zur Prozessanalyse

Datenaufnahme

Prozessaufnahme, Messtechnik und Bilanzierung

Wir erfassen den Prozess dort, wo er entsteht: an Apparat, Rohrleitung und Steuerung. Aus Messreihen und Betriebsdaten entstehen Massen- und Energiebilanzen, die Verluste eindeutig lokalisieren.

  • Aufnahme von Verfahrensschritten, Apparaten, Medien und Übergabepunkten
  • Sichtung von R&I-Fließbildern, Steuerungslogik und Betriebsanweisungen
  • Temporäre Messkampagnen dort, wo Messstellen fehlen
  • Massen-, Energie- und Medienbilanzen je Prozessstufe
  • Bewertung der Datengüte: Messabweichung, Auflösung, Verfügbarkeit
Visualisierung von Prozessdaten und Kennzahlen eines digitalen Prozessmodells

Modell & Kennzahlen

Digitales Prozessmodell als Entscheidungsgrundlage

Das Prozessmodell verbindet Verfahrenstechnik mit Datenanalyse: Prozessstufen, Varianten, Abhängigkeiten und Kennzahlen in einer nachvollziehbaren Struktur, die für Optimierung, Automatisierung und KI-Modelle direkt weiterverwendet wird.

  • Prozessmapping über alle Stufen inklusive Varianten und Sonderfahrweisen
  • Kennzahlensystem mit OEE, Durchlaufzeit, Ausschuss und spezifischen Verbräuchen
  • Engpass- und Sensitivitätsanalyse: welcher Parameter wirkt wie stark
  • Statistische Auswertung von Streuungen und Korrelationen
  • Priorisierte Roadmap mit Aufwand, Wirkung und Umsetzungsreihenfolge

Leistungsumfang

Was Sie konkret erhalten

Alle Ergebnisse werden dokumentiert übergeben und bleiben in Ihrem Haus nutzbar – auch unabhängig von einer Zusammenarbeit über die Analyse hinaus.

Ist-Analyse-Bericht

Dokumentierte Prozessaufnahme mit Anlagenstruktur, Fahrweisen, Randbedingungen und offenen Punkten.

Digitales Prozessmodell

Strukturiertes Modell der Prozesskette mit Stufen, Varianten, Abhängigkeiten und Kennzahlen.

Bilanzen und Messauswertung

Massen- und Energiebilanzen inklusive Rohdaten, Auswertung und Bewertung der Messgüte.

Datenlandkarte

Übersicht aller Datenquellen, Schnittstellen, Abtastraten und Lücken in der Messkette.

Schwachstellen- und Engpassanalyse

Lokalisierte Verluste an Durchsatz, Qualität, Energie und Verfügbarkeit mit Ursachenbewertung.

Priorisierte Maßnahmen-Roadmap

Maßnahmen nach Wirkung, Aufwand und Risiko sortiert – inklusive Aussage, wo KI keinen Mehrwert bringt.

Vorgehen

Ablauf in vier Schritten

Prozessaufnahme

Strukturierte Erfassung von Prozessschritten, Apparaten, Rollen, Systemen und Übergabepunkten vor Ort.

Datenerhebung

Sichtung von Sensor-, Leitsystem-, MES-, ERP- und Qualitätsdaten, ergänzt um temporäre Messungen.

Modellierung

Digitales Modell der Prozesskette mit Bilanzen, Kennzahlen, Varianten und Abhängigkeiten.

Potenzialbewertung

Priorisierte Roadmap: welche Maßnahme wirkt, in welcher Reihenfolge und mit welchem Aufwand.

Anwendungsfälle

Typische Ausgangslagen in der Praxis

Beispiele für Fragestellungen, die wir mit einer Prozessanalyse beantworten.

Chemie / Verfahrenstechnik

Chargenqualität streut ohne erkennbare Ursache

Auswertung der Chargenhistorie, Korrelationsanalyse kritischer Parameter und Bewertung der Messkette auf Auflösung und Drift.

Ursachenkandidaten belegt und messtechnisch abgesichert

Lebensmittel & Getränke

Hoher Medien- und Energieverbrauch bei CIP-Zyklen

Bilanzierung von Wasser, Reinigungsmittel und Wärme je Zyklus, Vergleich der Fahrweisen zwischen Linien und Schichten.

Verlustquellen je Reinigungsschritt lokalisiert

Metall & Oberflächentechnik

Unklarer Engpass in mehrstufiger Fertigungskette

Prozessmapping über alle Stufen mit Zeitstempelanalyse, Puffer- und Wartezeitbewertung, Sensitivitätsrechnung.

Engpassstufe identifiziert und quantifiziert

Themen

Schwerpunkte der Prozessanalyse

  • XProzessaufnahme vor Ort
  • XProzessmapping und Prozessmodellierung
  • XMesskampagnen und Messtechnikkonzept
  • XMassen- und Energiebilanzen
  • XDatenqualität und Datenlandkarte
  • XEngpass- und Schwachstellenanalyse
  • XKennzahlensystem und OEE
  • XPotenzialbewertung für KI-Anwendungen

Häufige Fragen

Fragen zur Prozessanalyse

Muss die Anlage für die Analyse stillstehen?
Nein. Die Prozessaufnahme erfolgt im laufenden Betrieb. Temporäre Messtechnik wird so gewählt, dass sie ohne Eingriff in den Prozess oder in vorhandene Sicherheitsfunktionen installiert werden kann. Eingriffe an Rohrleitungen werden nur in geplanten Stillständen vorgesehen.
Was passiert, wenn kaum Prozessdaten vorliegen?
Das ist der Normalfall in gewachsenen Anlagen. Wir starten mit den vorhandenen Betriebsaufzeichnungen und schließen die Lücken über gezielte Messkampagnen. Parallel entsteht ein Vorschlag für eine dauerhafte Messstellen- und Sensorik-Erweiterung.
Wie lange dauert eine Prozessanalyse?
Für eine abgegrenzte Prozessstufe liegen Aufnahme, Auswertung und Bewertung typischerweise im Bereich einiger Wochen. Der Zeitbedarf hängt vor allem von der Datenverfügbarkeit und der Länge des zu beobachtenden Produktionszyklus ab.
Sind wir nach der Analyse zu weiteren Schritten verpflichtet?
Nein. Modell, Bilanzen und Roadmap werden vollständig dokumentiert übergeben und sind auch ohne Folgeauftrag verwendbar. Optimierung, Automatisierung, Digitalisierung und Überwachung sind separat buchbare Bausteine.

Einordnung

Analyse ist der erste Baustein im KI-ProX-System

  1. Prozess

    Wir verstehen, wie Ihr Prozess wirklich funktioniert.

  2. Analyse

    Aus Prozessdaten werden belastbare Erkenntnisse.

  3. Optimierung

    Wir machen aus Daten messbare Prozessverbesserungen.

  4. Automation

    Wenn aus Erkenntnissen Entscheidungen werden.

  5. Kontrolle

    Prozesse kontinuierlich überwachen und verbessern.

  6. Digitalisierung

    Die digitale Grundlage für alle Bereiche.

Regelkreis · Kontrolle → Prozess

Einsatzgebiet

Wir arbeiten als externer Dienstleister für Prozesstechnik bundesweit in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz – für Produktionsstandorte in Chemie, Pharma, Energie, Lebensmittel, Wasser und Abwasser, Kunststoff, Metall, Papier, Baustoffe und Maschinenbau. Prozessaufnahmen erfolgen vor Ort, Auswertung und Modellierung remote.

Nächster Schritt

Prozess analysieren lassen

Beschreiben Sie uns kurz Ihre Anlage und Fragestellung – wir schlagen einen konkreten Analyseumfang vor.

Prozess analysieren lassen